Als Blogger/in im Home-Office arbeiten

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Als Blogger/in im Home-Office arbeiten

Bloggen ist eine Leidenschaft – zumindest für mich! Aber vielleicht ist das auch für dich ein Bereich, der dir viel Freude macht und du spielst möglicher Weise schon länger mit dem Gedanken, in Zukunft als Blogger/in deine Brötchen zu verdienen.

“Blogger/in” ist derzeit einer der absoluten Traumberufe. Doch wie wird man Blogger und wie kannst du davon leben? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es in diesem Beitrag. Mit meinem Blogbeitrag möchte ich dir den Einstieg ein wenig erleichtern, sodass du in etwa weißt, was auf dich zukommt, wenn du mit dem Bloggen anfängst und noch keine Vorstellung davon hast.

Du bist Anfänger/in und möchtest gerne als Blogger/in im Home-Office arbeiten?

Schreiben aus Leidenschaft, Fotos für den Blog aufnehmen und vielleicht sogar noch jede Menge tolle Produkte bekommen … All das liest man über die TOP Blogger der Welt. Allerdings, es sei erwähnt: Produkte bekommst du sicherlich nicht am Anfang deiner Blogger-Karriere, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn dein Blog sehr erfolgreich ist und auch genügend Follower hat. 

Aber, … es ist doch auch ein schönes Ziel, darauf hinzuarbeiten. Reise-Blogger beispielsweise bekommen oftmals die tollsten Reisen bezahlt, sie schreiben darüber und ja, sie können an den schönsten Plätzen der Erde ihren Job machen. Das hat auch was, nicht wahr? 😉

Um Blogger zu werden, brauchst du als allererstes einen eigenen Blog, also eine eigene Homepage/Webseite, auf der du deine Inhalte publizieren kannst. Die Zeiten, in denen eine Internetseite in mühevoller Kleinarbeit programmiert werden musste, sind zum Glück schon lange vorbei. Heute helfen dir sogenannte Content Management Systeme(CMS) dabei, deinen Blog in kürzester Zeit zu realisieren. Blogger nutzen meistens das am weitesten verbreitete CMS WordPress

Wenn du aber jetzt so gar keine Idee davon hast, worüber du beispielsweise Bloggen kannst, so schau dir mal meinen Beitrag: Nischenseiten erstellen und damit Passive-Einkommen erzielen, an. Vielleicht ist das für dich eine Möglichkeit, einen Blog aufzubauen. 

Wie kann man vom Bloggen leben, bzw. Geld damit verdienen?

Einen Blog starten und über die Themen schreiben, die einen bewegen, ist die eine Sache. Damit auch Geld zu verdienen eine andere Herausforderung. Es gibt aber mehrere Möglichkeiten, mit deinem Blog Geld zu verdienen, also ihn so anzupassen, dass er Geld abwirft. Du solltest unbedingt alle Möglichkeiten nutzen und gewinnbringend miteinander kombinieren.

Die Klassische Online-Werbung

Der wohl einfachste Weg um als Blogger/in Geld zu verdienen, ist das Schalten von Online-Bannern auf deiner Homepage. Gängige Größe ist hierbei 468 x 60. Diese Methode ist nur mit einem geringen Aufwand verbunden, ist allerdings auch nicht besonders lukrativ. Die Geldbeträge, die du pro Klick auf den Banner bekommst, sind wirklich sehr gering und es müssen schon tausende von Klicks zusammen kommen, damit du in deiner Geldbörse einen Zuwachs hast. Gerade in der Anfangszeit, wo die Besucher noch fehlen, unmöglich auf die Klickzahlen zu kommen – eigene Klicks sind übrigens verboten! 

Affiliate-Marketing

Lukrativ kann es werden, wenn du deinen Blog mit sogenannten Affiliate-Links ausstattest. Der Sinn von diesem Empfehlungsmarketing ist es, dass du deinen Lesern Produkte ans Herz legst und pro Kauf eine kleine Vermittlungsprovision bekommst. Fast alle großen Shops bieten heute schon Affiliate-Programme für Blogger an. Einmal eingerichtet, handelt es sich hierbei um ein attraktives passives Einkommen, wenn deine Seite gut besucht wird. Achtung: Wenn du Affiliateprogramme nutzt, musst du das auf deiner Seite für jeden sichtbar, angeben. Schau auf meiner Seite, ganz unten im Footer: So in der Form ist eine Möglichkeit, wie du es machen kannst: Hinweis gemäß §2 Nr. 5 TMG. Natürlich kannst du das auch anders darstellen. 

Sponsored Posts

Die größte und für viele Blogger/innen wichtigste Einnahmequelle sind Kooperationen mit Unternehmen. Egal ob Mode, Kosmetik, Technik, Lebensmittel oder wie auch immer … Viele Konzerne zahlen inzwischen richtig gutes Geld an Blogger/innen, die die entsprechenden Produkte auf ihren Kanälen präsentieren. 

Am Anfang deiner Karriere als Blogger wirst du mit Sicherheit nicht gleich große Deals mit namhaften Marken an Land ziehen, aber das baut sich mit der Zeit auf, wenn dein Blog gut besucht wird und somit eine entsprechende Reichweite erzielt. In der Anfangszeit ist es aber sehr nützlich, mit spezialisierten Agenturen zusammenzuarbeiten, die Blogger und Unternehmen vernetzen. 

Eigene Produkte

Digitale Produkte, wie beispielsweise Fotografie-Kurse, eBooks, usw. sind eine fantastische Möglichkeit, seine eigenen Produkte zu vermarkten. Professionelle Blogger haben längst erkannst, dass es sich lohnt, über den Tellerrand hinaus zu schauen und sich nicht nur auf das Kernbusiness zu konzentrieren. Eigene Produkte – egal ob digital oder analog – die im Namen des Blogs vermarktet werden, können eine überaus attraktive zusätzliche Einnahmequelle darstellen.

Du bist vielleicht Autor/in – dann erstelle zu deinen Büchern eine eigene Homepage und schreibe über deine Bücher. Du bietest eine Dienstleistung an? Dann blogge auf deiner Seite über Themen, die deine Dienstleistung betreffen um über den Weg neue Kunden zu erreichen. Möglichkeiten gibt es unendlich viele … 

Voraussetzung ist aber: Um ein erfolgreicher Blogger zu werden, brauchen du eine möglichst große Reichweite. Je größer deine Community, desto besser sind die Chancen, als Blogger Geld zu verdienen. 

Leser & Leserinnen für seinen Blog finden

Das ist zu Anfang gar nicht so einfach. Werben, werben und noch mal werben auf allen Kanälen, die dir zur Verfügung stehen. 

Erstelle zum Beispiel neben deinem Blog gleichzeitig Fan-Seiten auf den Sozialen Netzwerken. Auf keinen Fall solltest du “Follower” kaufen – die nützen dir gar nichts! Das Geld kannst du besser in Werbung investieren, wo du beispielsweise Bannerwerbung für deine Seite kaufst, sodass dein Banner auf anderen, gut besuchten Seiten angezeigt wird. 

Der Aufbau eines Newsletters ist ebenso eine sehr gute Möglickheit, eine Community mit der Zeit aufzubauen. Für diesen Bereich gibt es in Kürze auch einen eigenen Beitrag, da dieses Thema auch sehr umfangreich ist. Also, schau wieder rein, wenn es für dich wichtig ist, Leser & Leserinnen für deinen Blog zu finden. 

Als Blogger/in ein Gewerbe anmelden

Wenn du Blogger/in werden und auch davon leben willst, wirst du nicht umhin kommen und den Weg in die Selbständigkeit wagen müssen. Das klingt für viele zunächst nach einer großen Herausforderung. Bloggen ist ein reines Online-Business und als solches mit relativ wenig Risiken und Kosten verbunden. Einer der größten Vorteile ist beispielsweise, dass du kaum bis gar kein Startkapital benötigst, um Blogger zu werden. Auch im weiteren Verlauf deiner Selbstständigkeit ist nur selten mit größeren finanziellen Ausgaben zu rechnen. Was du ggf. benötigst, ist ein neuer Laptop und eine gute Kamera.

Dennoch kommst du auf keinen Fall um die Gewerbeanmeldung herum. Als Blogger wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit ein Einzelunternehmen gründen. Das bedeutet, dass du allein Inhaber/in der Firma bist und das es keine direkten und gleichberechtigten Geschäftspartner/innen gibt. Auch wenn du den Status als Einzelunternehmer hast, kannst du Mitarbeiter (dazu gehören auch Mini-Jobber und Praktikanten) beschäftigen, falls das erforderlich werden sollte.

Die Anmeldung ist recht einfach. Als angehender Blogger musst du dich keinesfalls vor einem bürokratischen Marathon fürchten. Um Blogger zu werden musst du dich einfach nur an dein örtlichen Gewerbeamt wenden und eine Gewerbeanmeldung ausfüllen. Eine Gewerbeanmeldung kostet, je nach dem, wo du wohnst, zwischen 20 und 30 Euro etwa – das ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. 

Das ausgefüllte Dokument (Gewerbeschein-Anmeldung) geht weiter an das Finanzamt. Kurze Zeit später wirst du Post vom Finanzamt bekommen. Du erhältst einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, den du ausgefüllt an das Finanzamt zurück sendest. (Hier würde ich empfehlen, einen Steuerberater zu Rate zu ziehen, damit du wirklich auch realistische Einnahmen für die kommende Zeit angeben kannst.) Wenn du den Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt hast, bekommst du anschließend deine Steuernummer per Post zugesendet. (Ganz wichtig, dieses Dokument gut aufbewahren – am besten auch eine Kopie davon anfertigen) Deine gewerbliche Tätigkeit kannst du allerdings direkt starten, nachdem du dein Gewerbe angemeldet hast. 

Wichtig: Immer wieder ist das Gerücht im Umlauf: Wer Blogger werden will, könne auch einfach eine Freiberuflichkeit anmelden. Das ist falsch! Sobald du als Blogger Einnahmen über Werbung generierst – egal in welcher Form – bist du nicht mehr freiberuflich tätig. Das wiederum bedeutet, dass deine Tätigkeit auf keinen Fall als freiberuflich eingestuft werden kann!

Als Blogger/in die Kleinunternehmer-Regelung nutzen

Falls du als Blogger/in erst geringe Einnahmen erzielt hast, kannst du von der sogenannten Kleinunternehmerregelung profitieren. Dies ist im §19 des Umsatzsteuergesetzes zu finden und befreit Kleinunternehmen von der Ausweisung der Umsatzsteuer. Als Kleinunternehmer bist du außerdem bis zu einem jährlichen Gewinn von 24.500 Euro von der Gewerbesteuer befreit.

Wenn du Rechnungen schreibst, ist auf jeden Fall der Zusatz auf deiner Rechnung erforderlich, dass du Kleinunternehmer/in nach §19 des Umsatzsteuergesetz bist und daher keine Umsatzsteuer in Rechnung stellst. 

Ganz, ganz Wichtig !!! - Impressumspflicht beachten!

Wer vom Bloggen leben will, muss vor allen Dingen einige rechtliche Dinge beachten. Das bedeutet, dass du der Impressumspflicht unterliegst. Wenn du beruflich bloggst (egal, ob nebenberuflich oder hauptberuflich), muss dein Impressum nach dem Telemediengesetz §5 die folgenden Informationen enthalten:

  • Name (Vor- & Nachname)
  • komplette Anschrift
  • Rechtsform (z.B. Einzelunternehmer)
  • Mail-Adresse
  • Telefon- und/oder Mobilfunknummer
  • Umsatzsteueridentifikationsnummer 

Wenn das Impressum nicht alle Pflichtangaben enthält, können dir im Falle einer Abmahnung teils sehr hohe Geldstrafen drohen. Es ist echt zu riskant, hier auf das persönliche Glück zu hoffen. Angaben wie: „Adresse auf Anfrage“ können ebenso abgemahnt werden. Abmahn-Vereine gibt es wie Sand am Meer und die leben recht gut von Ihren Einnahmen 😉

Was Du sonst noch zum Impressum wissen musst:

  • Das Impressum muss schnell auf der Seite gefunden werden (am besten im Header, im oberen Bereich der Sidebar oder unten im Footer einfügen)
  • Das Impressum muss unmittelbar, mit maximal zwei Klicks, auffindbar sein
  • Das Impressum muss zu jeder Zeit öffentlich erreichbar sein

VG-Wort - Hochinteressant für alle Blogger/innen

© VG Wort

Leider habe ich mich viel zu spät mit dem Thema VG Wort beschäftigt und kann daher nur allen Bloggern und Bloggerinnen raten, sich von Anfang an damit auseinanderzusetzen. Hier winkt wirklich bares Geld für eure Blogbeiträge, die ihr geschrieben habt und in Zukunft noch schreiben werdet. Verschenkt das nicht! 

Ich habe euch einmal den nachfolgenden Beitrag von der Seite von VG Wort hierher kopiert, sodass ihr im groben wisst, worum es dabei geht. Inzwischen habe ich die Seiten rauf und runter gelesen – es sind wirklich sehr, sehr viele Informationen – aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall! 

(Der nachfolgende Beitrag wurde von der Seite VG Wort übernommen und besitzt daher das © von VG Wort)
Warum ist die VG Wort auf einmal so spannend für Blogger? 

Neu ist das ganze Thema nicht, die VG Wort gibt es schon seit 1958. Was allerdings neu und damit spannend für Blogger ist, ist die Entwicklung der Ausschüttungsquoten für digitale Inhalte. Denn Print-Publikationen gehen zurück und damit erhöhen sich offenbar jedes Jahr die Ausschüttungen für online Veröffentlichungen (= Blogtexte). Im letzten Jahr (2018) wurde ein zur Auszahlung berechtigter Artikel (Kriterien s. unten) mit immerhin mit 29,40€ (zzgl. 7% MwSt) vergütet. Einfach so, mit bestehenden Artikeln. Die Ausschüttungen der letzten Jahre zeigen, dass die Ausschüttung pro Artikel immer mehr wird. Wer also Blogger ist und das Thema bisher (so wie ich) vernachlässigt hat, für den wird es höchste Eisenbahn. 

vgwort ausschuettungen 2014 2018
© VG Wort

Diese Grafik zeigt übrigens die Ausschüttungen als Nettobeträge pro Blog-Artikel, die die folgende Bedingungen erfüllt haben:

  • Der Artikel wurde mindestens 1500 pro Jahr aufgerufen 
  • Der Artikel ist mindestens 1800 Zeichen lang (inklusive Leerzeichen / Das sind etwa 300 Wörter im Beitrag)
  • Bei langen Texten (10.000 Zeichen) reichten wohl 750 Aufrufe im Jahr. 
  • Die Messung der Aufrufe ist anhand eine Zählpixels von der WG Wort erfolgt (mehr dazu s. unten)
  • Der gemessene Text muss per VG Wort Online Service bis spätestens zum 1.6. (in diesem Jahr) für die Texte aus dem letzten Jahr gemeldet werden. 
  • Man ist Autor /Urheber des Textes und ist als Autor bei der VG Wort registriert und hat ein Konto für die Ausschüttung hinterlegt.

Alle Auszahlungsquoten für die letzten Jahre können hier bei der VG Wort gefunden werden. Mehr zu den Verteilungsplänen (Verlag vs. Autor) und Mindestanforderungen kannst du hier bei der VG Wort nachlesen. Dort steht z.B. auch, dass Texte hinter Bezahlschranken mit dem Faktor 3 multipliziert werden. Damit lässt sich also wortwörtlich doppelt und dreifach verdienen.

Lese auch den nachfolgenden Blogbeitrag zum Thema: VG Wort