Selbständig als Fotograf im Home-Office

Selbständig als Fotograf im Home-Office

Der Bereich Fotografie ist ein fantastisches Beispiel dafür, dass es durchaus funktionieren kann, sein Hobby zum Beruf zu machen. Die meisten professionellen Fotografen sind als Hobbyfotografen angefangen und haben darauf aufgebaut und sich zu einem späteren Zeitpunkt damit selbstständig gemacht. Oft haben sie mit ihrer Leidenschaft begonnen, einfach drauf los geknipst und sich mit der Zeit immer mehr verbessert und irgendwann den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. 

Auch im Home-Office kannst du diesen Beruf ausüben. Klar, als Fotograf bist du bestimmt viel unterwegs, eine Reisebereitschaft sollte daher auf jeden Fall vorhanden sein. Alles weitere wie Bildbearbeitung, den dazugehörigen Bürokram, usw. kannst du in deinem Home-Office erledigen. – Das hat vor allen Dingen den entscheidenden Vorteil, dass du unter Leute kommst und nicht nur in deinem Home-Office von morgens bis abends arbeitest. 

Denn genau das ist für viele Home-Office-Arbeitende der Knackpunkt, dass keine sozialen Kontakte vorhanden sind, bzw., oftmals nur wenige Außenkontakte. Als Fotograf erledigt du einen Teil deiner Arbeiten im Home-Office, die restliche Zeit bist du unterwegs und triffst auf die unterschiedlichsten Menschen. 

Es ist nicht schwer, sich als Fotograf selbstständig zu machen. Leider ist es aber so, dass viele darum kämpfen, sich über Wasser zu halten, da sie sich zu schlecht bezahlen lassen. Am Ende dieses Beitrages nenne ich euch einige “bezahlbare” Kurse, die du unbedingt nutzen solltest, wenn du vor hast, in diesem Business loszulegen und vor allem auch erfolgreich werden willst. 

Calvin Hollywood – allein der Name ist schon Programm 😉 – ist einer der gefragtesten und erfolgreichsten Fotografen in der Branche und erzielt Tagesgagen von weit über 1000 Euro als Fotograf. Es ist durchaus möglich, mit Fotografieren so viel Geld zu verdienen – du musst nur wissen, wie es geht!  

Seit 2004 brauchst du auch keine Ausbildung mehr vorweisen. Es reicht demnach aus, die grundlegenden Funktionen deiner Kamera zu kennen und in der Lage zu sein, ein Foto zu schießen. Da Fotograf kein geschützter Beruf mehr ist, hat das allerdings zu einer massiven „Verwässerung“ der Branche geführt. Neben den wirklich guten Profis gibt es leider auch etliche, die sich zwar Fotograf(in) nennen, aber meilenweit davon entfernt sind, weil einfach die Qualität nicht stimmt.

Mach dein Hobby zum Beruf!

Wenn du in dieser Branche Fuß fassen willst und auch Erfolg haben willst, solltest du das Ziel verfolgen, wirklich ein Profi zu werden. – Das ist durchaus möglich! 

Ein Bekannter von mir ist auch so angefangen, hat aus Spaß an der Technik vor ein paar Jahren begonnen, Landschaftsbilder zu fotografieren. Zeitgleich hat er damals eine Webseite als Online-Reiseportal erstellt. Von Anfang an hat er dort seine Bilder, die inzwischen wirklich fantastisch sind, hochgeladen. Heute ist dies eine viel besuchte Seite im Netz mit grandiosen Bildern von der Insel, auf der er lebt. 

Bilder, von denen es inzwischen sogar Kalender und auch ein Buch als Bildband gibt. Er hatte zu Beginn auch absolut keine Ahnung von der Technik und allem drum herum, was dazu gehört. – Ihr seht, in diesem Bereich ist alles möglich. Und wer Spaß an dieser Technik hat und vielleicht auch schon hobbymäßig fotografiert, sollte diesen Bereich vielleicht weiter ausbauen und den Sprung in die Selbständigkeit wagen! 

Gewerbeanmeldung

Wenn du als selbstständiger Fotograf arbeiten willst, musst du ein Gewerbe anmelden. Den Gewerbeschein kannst du bei deinem örtlichen Gewerbeamt beantragen. In der Regel liegen die Kosten zwischen 20 und 30 Euro, das kann aber variieren, denn von Stadt zu Stadt sind die Gebühren unterschiedlich. 

Kurze Zeit später bekommst du dann Post vom Finanzamt. Du musst einen Fragebogen ausfüllen und u. a. auch zu deinen geschätzten Einnahmen für das laufende Jahr, Angaben machen. Ich rate immer, hierbei einen Steuerberater zu Rate zu ziehen, damit du realistische Zahlen dort einträgst. 

Welche Rechtsform macht Sinn?

Wenn du deine Gewerbeanmeldung ausfüllst, musst du ebenso angeben, welche Rechtsform dein Unternehmen hat. Da die meisten Fotografen als “Ein-Mann/Frau-Unternehmen” fungieren, macht es Sinn, die Rechtsform “Einzelunternehmer” zu wählen. 

Voraussetzungen, die du als selbständiger Fotograf mitbringen solltest

Wie bereits erwähnt, musst du als angehender Fotograf keine entsprechende Ausbildung nachweisen. Lass dir aber gesagt sein, dass eine Weiterbildung auf deinem Gebiet auf keinen Fall schadet. Alternativ kannst du auch verschiedene Kurse und Workshops besuchen.

Und ja, auch wenn learn by doing in dieser Branche üblich und an der Tagesordnung ist, ist es sicherlich sinnvoll, dein Wissen durch entsprechende Aus- und Weiterbildungen zu verbessern.

Des weiteren solltest du als Fotograf ein Mindestmaß an Kreativität besitzen. In diesem Beruf ist das Auge fürs Detail und für das gewisse Etwas, sehr, sehr wichtig! 

Top Fotografen sind wahre Künstler, die ein Bildmotiv perfekt in Szene setzen. Hierfür nutzt ein professioneller Fotograf nicht nur die Objekte an sich, sondern es spielen auch Licht, Perspektiven, Unschärfe, Hintergründe und noch vieles mehr, eine Rolle mit. Das fertige Bild betrachtet der Fotograf stets als Kunstwerk.

Der Kontakt zu anderen Menschen ist besonders wichtig wenn du Hochzeiten, Portraits, Geburtstage, Kindergeburtstage, Taufen, etc., fotografieren willst. Du solltest immer eine professionelle Zusammenarbeit mit deinen Kunden anstreben und wenn du zufriedene Kunden haben willst, sollte es oberste Priorität sein, deinen Kundenwünschen Gehör zu schenken.  Freude an der Kommunikation ist ganz wichtig. Ansonsten solltest du dich vielleicht auf die Tier- oder Landschaftsfotografie spezialisieren. 😉

Kosten die auf dich zukommen / Ausstattung, die du benötigst

Im Gegensatz zu einem reinen Home-Office Business bist du als Fotograf sicher auch viel unterwegs. Je nach dem, welches dein Spezialgebiet in der Fotografie ist, bist du mal mehr, mal weniger unterwegs. Dies sind auch erst einmal Kosten, die du in der Regel zunächst vorfinanzieren musst. Ggf. fallen Unterkunftskosten, eben halt die üblichen Reisekosten. 

Ebenso kommen ggf. auch einiges an Kosten auf dich zu, falls du noch keine Profi-Ausrüstung hast und dir das eine oder andere technische Gerät oder entsprechende Software anschaffen musst. Hier kann schon ein ordentlicher Betrag zustande kommen, der u. U. auch in die Tausende gehen kann. Kameras, Objektive, Stative, Speicherkarten und Co. sind kostspielige Anschaffungen, die allerdings notwendig sind, wenn du als professioneller Fotograf dein Business aufbauen willst.

Ein eigenes Fotostudio ist heute nicht mehr erforderlich, da viele Menschen natürliche und manchmal auch verrückte Umgebungen vorziehen. Die statische Leinwand, wie man es von früher her noch kennt, ist heute meistens nicht mehr gefragt. Zudem bist du auch ohne Fotostudio viel flexibler. 

Als selbständiger Fotograf solltest du dich spezialisieren, sodass du aus der Masse hervorstichst

Wenn du als selbständiger Fotograf wirklich erfolgreich zu werden willst, dann solltest du dich spezialisieren. Eine Nische finden, die dir Spaß macht, wo es noch nicht so viele Fotografen für diesen Bereich gibt. Aber auch, wenn es Konkurrenz gibt, je mehr du Experte in deinem Fachgebiet wirst oder bist, um so mehr Chancen hast du auch, ein erfolgreiches Business aufzubauen. Nun ja, alles dauert seine Zeit und auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut – also, durchhalten und immer weiter deine Fähigkeiten auf diesem Gebiet verbessern.  

Welche Honorare kann ich erzielen?

Ich hatte es zu Anfang ja schon erwähnt, dass es Fotografen gibt, die Tagessätze von über 1000 € erzielen, zzgl. Spesen und andere wiederum, die vielleicht gerade mal 50 Euro Tagessatz bekommen.

Nun, es liegt an dir selbst, wo deine Reise hingeht, welche Summen du dir vorstellst und in wie weit du Profi genug bist, diese Beträge letztendlich auch bei deinen Kunden zu erzielen.

Kunden gibt es für jede preisliche Vorstellung, es liegt ja auch immer daran, wie gut du dich selbst auch verkaufen kannst! Experten erzielen sicherlich auch ein entsprechendes Honorar. 

Wenn dir meine Beiträge gefallen, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du sie auf deinen Sozialen Netzwerken teilst. Vielleicht ist mein Blog ja auch noch für deine Freunde oder Bekannten ganz hilfreich.